Das Frühstückstreffen für Frauen (Krefeld / Kempen) in der Presse:
Rheinische Post vom 07.03.2005

Beim Frühstück für Frauen gab's auch Futter für den Geist

Großer Andrang beim "Frühstückstreffen für Frauen": 200 Besucherinnen lauschten dem Vortrag "Verfolgt von der eigenen Vergangenheit"

(von Bettina Vogt)

Frisch duftender Kaffee und knusprige Brötchen sind die Zutaten für ein gelungenes Frühstück am Samstagmorgen. Ein liebevoll dekorierter Raum mit Willkommensherzen, nette Gemeinschaft und ein alltagsnaher Vortrag, der zum Nachdenken über das eigene Leben anregt, sind die Zusatz-Ingredienzien, die das Frühstück für viele Frauen viermal im Jahr zum Sahnestück werden lassen. Am vergangenem Samstag lud das "Frühstücks-Treffen für Frauen in Krefeld" wieder zu einem solch besonderen Morgenschmaus ein. Rund 200 Frauen aller Alterstufen fanden sich dazu im Löschenhof ein.
Sie ließen ihre Gehörgänge von jungen Flötistinnen verwöhnen, während sie Brot und Brötchen und die Gesellschaft unter Frauen genossen. Dann regte Dorothea Erlach mit ihrem lebendigen und lebensnahen Referat "Verfolgt von der eigenen Vergangenheit" zum Nachdenken und Diskutieren an. "Ich mag die Gemeinschaft und die Tiefe der Themen, die angesprochen werden. Unter Frauen kann über die Dinge des Alltags viel offener gesprochen werden", beschreibt "Frühstückerin" Sybill Schüler. Seit 21 Jahren existiert das Frühstücks-Treffen für Frauen aus verschiedenen christlichen Gemeinden ehrenamtlich organisiert wird und gegen einen Unkostenbeitrag von 10 Euro besucht werden kann. Vor 18 Jahren erweckte Alexandra Depuhl diese Einrichtung auch in Krefeld und Kempen zum Leben: "Ich möchte mit diesen Treffen einen Teil dazu beitragen, die Frauen aus der typischen Frauenrolle zu befreien und auf ihre Fähigkeiten aufmerksam machen."

Nach 18 Jahren übergab Depuhl ihr Amt als Koordinatorin an Sigrid Augustin, die besonders die persönlichen Vorträge schätzt: "Wenn Männer dabei sind, wären wahrscheinlich abstraktere, beruflich orientierte Themen im Vordergrund, während unsere Vorträge sich eher auf die Persönlichkeitsfindung beziehen." Aber so ganz ohne die Männer geht es dann doch nicht, denn auch die Technik soll funktionieren. Armin Raether ist seit ungefähr einem Jahr dafür zuständig, und auch er stimmt den Frauen zu: "Unter Männern wäre solch eine Veranstaltung schwierig und würde wohl in einem Monolog enden. Männern fällt es nämlich bedeutend schwerer, sich zu öffnen." Schmunzelnd gibt er zu: "Manche Frauenvorträge sind auch für Männer interessant."

Das nächste Treffen findet ausnahmsweise an einem Freitagabend statt und bietet lyrisches Kabarett am 03.Juni um 19 Uhr auf Gut Heimendahl in Kempen. Anmeldung bei Ute Schreiber, Ruf 591327.

 

zurück zur Hauptseite